Die Mawlid-Nacht - die Geburtsnacht unseres Propheten

21. Ağustos 2026

Verehrte Muslime!

In unserer heutigen Hutbe widmen wir uns der Mawlid-Nacht, dem Geburtstag unseres Propheten (s.a.w.). In der Nacht von Montag, dem 24. August, auf Dienstag ist der Jahrestag seiner Geburt, durch die er diese Welt beehrte.

Wir nähern uns der gesegneten Mawlid-Nacht, einer weltweiten Feierlichkeit, durch die sich das Schicksal der Menschheit zum Besseren gewendet hat, als der Sultan unserer Herzen, die Sonne der beiden Welten, unser Wegweiser und Fürsprecher, Muhammed Mustafa (s.a.w.), auf die Welt kam.

Liebe Muslime! Vor der Geburt unseres Propheten (s.a.w.) befand sich die Welt in tiefster Finsternis. Es war eine Zeit der Ignoranz, in der die Starken die Schwachen unterdrückten, in der Gerechtigkeit mit Füßen getreten wurde und neugeborene Töchter lebendig begraben wurden. Die Menschheit hatte ihre Orientierung verloren, Mitgefühl und Barmherzigkeit waren in Vergessenheit geraten.

Genau in dieser als Fatra bezeichneten Zeit der Leere, in der die Menschheit auf die Sendung eines Propheten wartete, erhellte jenes Licht die gesamte Welt. Es erschien in der zwölften Nacht des Rabīʿ al-Awwal, an einem Montag gegen Morgen. Allah Taʿālā erinnert uns im edlen Koran wie folgt an diese große Gnade: „Allah hat den Gläubigen wirklich eine Gunst erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten von ihnen selbst geschickt hat, der ihnen Seine Zeichen verliest, und sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich zuvor wahrlich in offenkundigem Irrtum befanden.“ (Āl ʿImrān, 3:164)

Die Ankunft unseres Propheten war keine gewöhnliche Geburt. Sie bedeutete die Wiederbelebung der Menschheit durch Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Er ist nicht nur für Muslime, sondern für alle Welten eine Quelle der Barmherzigkeit. So heißt es in einem Koranvers: „Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Welten gesandt.“ (Al-Anbiyāʾ, 21:107)

In einem von Abū Hurayra überlieferten Hadith wird unser Prophet wie folgt gebeten: „O Gesandter Allahs, verfluche die Polytheisten!“ Daraufhin antwortete er: „Ich wurde nicht gesandt, um zu verfluchen, sondern vielmehr als eine Barmherzigkeit.“ (Al-Ālūsī, Sure al-Anbiyāʾ, 21:107)

Wie unser ehrenwerter Ustāz sagte, ist es unmöglich, die Tugenden und Vorzüge unseres Propheten (s.a.w.), des „Mahbūb-i Mutlak-i Hudā”, also des absoluten Geliebten Allahs, vollständig aufzuzählen oder in Worte zu fassen. Eine Persönlichkeit von solcher Größe wie unser Prophet (s.a.w.) dachte in jeder Situation an seine Umma und betete für sie. In einem edlen Ayat heißt es über ihn: „Wahrlich, ein Gesandter aus eurer Mitte ist zu euch gekommen. Bedrückend ist es für ihn, wenn ihr in Bedrängnis seid, (er ist) eifrig um euch bestrebt, zu den Gläubigen gnadenvoll und barmherzig.“ (At-Tawba, 9:128)

Diese Worte und die Tatsache, dass unser Prophet weinend um die Vergebung für seine Umma flehte, zeigen wie fürsorglich er war.

Liebe Muslime! Die Mawlid-Nacht ist nicht nur eine Nacht, in der wir eines historischen Ereignisses gedenken. Diese Nacht ist dazu da, die göttliche Botschaft zu verstehen, die er uns überbracht hat, seine moralischen Werte zu verinnerlichen und unser Leben nach seiner Sunna neu zu gestalten.

Allah Taʿālā sagt: „Wahrlich, ihr habt in dem Gesandten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt.“ (Al-Ahzāb, 33:21)

Er war ein Inbegriff der Vertrauenswürdigkeit. Selbst seine Feinde nannten ihn „Muhammad al-Amīn“ – Muhammad, der Vertrauenswürdige. Wie vertrauenswürdig sind wir in unserem eigenen Handeln und unseren Worten? Er war ein vorbildlicher Familienmensch. Er sagte: „Der Beste unter euch ist der, der seiner Familie gegenüber am besten ist.“ Wie mitfühlend sind wir als Ehepartner und wie barmherzig als Vater in unserem eigenen Zuhause? Er war in jeder Lebensphase ein Vorbild. Wie gut kennen wir sein Leben, und wie viel davon können wir in unserem eigenen Leben in die Tat umsetzen?

Verehrte Muslime! Betrachten wir diese gesegnete Nacht, die bald bevorsteht, als eine Gelegenheit, unsere Tatenbücher zu verschönern. Lasst uns, mit ganzem Herzen flehen und uns mit aufrichtiger Reue unserem Herrn zuwenden, um von dem Segen dieser Nacht zu profitieren und von unseren Sünden gereinigt zu werden. Lasst uns, dem Sultan unserer Herzen und dem Sayyid der Welten Salawāt sprechen und ihm unsere Ergebenheit bekunden.